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KI

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Quellcode einer Seite, die erklären, was auf ihr steht. Sie ordnen Aussagen einer Entität zu.

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Quellcode einer Seite, die erklären, was auf ihr steht. Für eine Maschine ist eine Zahl auf einer Seite zunächst nur eine Zahl. Strukturierte Daten sagen, dass es sich um einen Preis handelt, in welcher Währung, und zu welchem Produkt er gehört.

Wie funktionieren strukturierte Daten?

Verbreitet ist das Vokabular von schema.org, eingebettet als JSON-LD in einem Skript-Block im Kopf der Seite. Beschrieben werden Typen und ihre Eigenschaften: Organization, Product, FAQPage, Article, DefinedTerm für einen Glossarbegriff wie diesen hier.

Wichtig ist die Beziehung zwischen den Typen. Eine Organisation mit derselben Kennung über alle Seiten hinweg wird als eine Entität erkannt, nicht als viele gleichnamige. Genau diese Verknüpfung macht den Unterschied zwischen dekorativer Auszeichnung und nutzbarer Information.

Die Regel dabei ist streng: Auszeichnung muss beschreiben, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Angaben, die nur im Quellcode stehen, gelten als Manipulation und können zum Ausschluss aus Suchfunktionen führen.

Warum ist das für KI-Sichtbarkeit relevant?

Weil ein Modell entscheiden muss, wem eine Aussage zuzuordnen ist. Wenn eure Website konsistent auszeichnet, wer ihr seid, was ihr anbietet und wo ihr sitzt, hat ein System eine belastbare Grundlage. Fehlt das, muss es aus dem Text raten, und Raten führt zu Verwechslungen mit ähnlich benannten Firmen.

Strukturierte Daten sind deshalb ein Baustein von Generative Engine Optimization, allerdings kein Ersatz für den Text selbst. Zitiert werden Sätze, nicht Auszeichnungen. Die Auszeichnung sorgt dafür, dass ein zitierter Satz dem richtigen Absender zugeschrieben wird.

Ein Nebeneffekt ist praktisch: Wer Angebot, Zuständigkeit und Standort maschinenlesbar festhält, muss sie vorher eindeutig formulieren. Das schärft die eigenen Seiten mehr, als es zunächst klingt.

Womit man anfängt

Nicht mit allem gleichzeitig. Drei Typen tragen den größten Teil.

Organization auf allen Seiten, mit derselben Kennung, Name, Standort und Kontakt. Damit existiert die Entität überhaupt.

Der jeweilige Inhaltstyp: Article für Beiträge, Product oder Service für Angebote, DefinedTerm für Glossareinträge.

BreadcrumbList für die Einordnung im Aufbau der Website, damit ein System erkennt, wo eine Seite hingehört.

Alles Weitere lohnt sich erst, wenn diese drei sauber und widerspruchsfrei ausgeliefert werden, was sich mit den Testwerkzeugen der Suchanbieter prüfen lässt.

Häufige Fehler

Vier Muster erklären die meisten Fälle, in denen Auszeichnung vorhanden ist und trotzdem nichts bewirkt.

Widersprüche zwischen Seiten. Der Firmenname steht im Impressum anders als in der Auszeichnung, die Adresse weicht ab, oder es existieren zwei Organisationseinträge ohne gemeinsame Kennung. Für eine Maschine sind das verschiedene Unternehmen.

Auszeichnung ohne sichtbaren Inhalt. Bewertungen, Preise oder Fragen und Antworten, die im Quellcode stehen und auf der Seite nicht vorkommen. Das ist der Fall, der zum Ausschluss aus Suchfunktionen führt.

Automatisch erzeugte Auszeichnung, die niemand prüft. Viele Systeme erzeugen Auszeichnung selbstständig, teils mit Platzhaltern oder falschen Typen. Ein Blick in die Testwerkzeuge klärt das in Minuten.

Und der häufigste Fehler: Auszeichnung statt Text. Eine Seite mit vorbildlichem JSON-LD und dünnem Inhalt wird nicht zitiert, weil zitiert wird, was dasteht. Auszeichnung ordnet zu, sie ersetzt nichts. Das gilt genauso für Generative Engine Optimization insgesamt.